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Einer Sage zufolge
stammt der blaue Beryll, der Aquamarin, aus dem Schatzkästchen der Meerjungfrauen.
Seine geheimnisvollen Kräfte kommen natürlich erst recht zur Wirkung,
wenn man den Stein ins Wasser legt, und um so mehr, wenn die Sonne in das
Wasser hineinscheinet.


"Wer davon
trinket" rät Volmar in seinem Steinbuch, "dessen rede ist lobsam
in allen dingen. Ihn fliehet der teuffel."
"Wenn man ihn in Wasser wäscht, so beseitigt er das Aufstoßen
des Asthmas" empfiehlt Konrad von Megenberg.
"Trinket
man das Wasser, so verschwinden Schwächezustände, Seufzen und Schmerzen
der Leber. Er ist auch von Nutzen bei Vergiftungen", schreibt Hildegardvon
Bingen und nochmals K. v. M.:"er glaubt, daß der Aqua gut sei gegen
die Kehlsucht.
Aqua belebt auch der Liebe Wellen "amorem conjungit et maijorem omnium
facit" verheißt Damigeron. Er ist auch zur "außerehelichen
und ehelichen Liebe nützlich" (Kyraniden). Hier berühren wir
bereits die psychotrope Wirkung des beliebten Steines, welcher die Trägheit
vertreiben und außerdem eine milde und friedfertige Gesinnung verleihen
soll. Es ist der Stein Jupiters. Der Stein macht seinen Träger froh und
reich.
Weiter wird versichert, daß er gegen Feindesgefahr
und Streit schütze. Wer den Aquamarin stets bei sich trägt, ist
geradezu unbesiegbar.
