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Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Diamant ist
unvergänglich.....
Nachdem in den letzten Jahren sehr interessante Diamantschliffe (zu den 7
klassischen Schliffformen) vorgestellt wurden, möchte ich Ihnen einige sehr
lichtintensive Formen aufzeigen:
Sie wissen, das Ausgangsmaterial ist der Diamant (ca. 2 Milliarden Jahre alt), der nur durch sich selbst zu schleifen ist. Im besten Fall erscheint er in Form des Oktaeders, aber auch in anderen Formen. Kein Mineral ist härter!
Sie kleiden sich heute auch nicht so, wie Herr Tavernier und die Diamantschliffe sind ebenfalls physikalisch fast ausgereizt.
Stiche
aus den "Sechs Reisen des J.-B. Tavernier in die
Türkei, nach Persien und nach Indien ...", Paris, Ausgabe von 1679.

Tavernier selbst.
Einige der Diamanten, die er in Indien zu sehen bekam.
Oben (Nr.1): Der grosse Mogul,der nie wieder gesehen wurde; darunter: die
"Grosse Tafel"(Nr.3), aus der nach Ansicht einiger Autoren der Darya-i-Nur
("Meer von Licht") und der Nur-ul-Ain ("Licht des AUGES"),
zwei der berühmtesten Edelsteine des persischen Kronschatzes, geschilffen
wurden.

R. Ertel im Gespräch mit Gabriel Tolkowsky anlässlich der Intergem 13. September 2001
Gabriel S. Tolkowsky
hat die neuesten Funde an großen Diamanten 1988-91 geschliffen, (Centenary
River d if 599ct und den Golden Jubilé in fancy yellow brown 545 ct.) die
ihn zu den Flower-Cuts brachten. Er ermittelte, dass sich die Reflektion des
Lichts im Zentrum des Unterteils konzentriert und gab dem Stein starkes Licht
durch zusätzliche Facetten.
Der Gabrielle-Cut mit 105 Facetten hat wesentlich mehr Reflektion* als der
DIN-Brillantschliff (seit 1919 und neu berechnet 1948) mit 56 Facetten. 
Der Fire-Rose-Cut (6-Eck) mit 62 Facetten ergibt eine außergewöhnliche Brillanz, obwohl er wesentlich weniger Facetten hat.


Die flachen Steine erreichen eine übergroße Lichtausbeute durch den 8-eckigen Marigold


oder Sunflower-Cut.


Dr. Freiesleben hat 1997 mit Bernd Munsteiner, Stipshausen einen weiteren Höhepunkt geschaffen durch den Context und Spirit-Cut. Es wurde eine ideale Reflektion gefunden mit einer Optimierung der Facetten. Die Lichtausbeute liegt bei 15* und 17%* plus.


Weitere Schliffe:
Als Flowercuts Zinnia und Dahlia, als Klassiker Emerald länglich, Emerald
quadratisch, Baguette, Trapez, Princess, Carré, Radiant, Barion, Achtkant,
Sechzehnkant, Magma (102 Facetten), Oval, Tropfen oder Pendeloque oder Poire,
Herzform, Dreieck, Trillant, Troidia, Navette oder Marquise, Tropfen, Rosenschliff
(Dreifacetten, Sechsfacetten, einfache und doppelte holländische Rose, Antwerpener
Rose) King Diamond Cutters mit Schmetterling, Fisch, Drachen, Mond, Stern,
(86 Facetten)
Man sieht, es gibt mehr Schliffe als nur diese 3 bekannten.
Grau ist alle Theorie. Diamanten im Mikroskop oder in der 10-fach Lupe zu sehen, ist ein Erlebnis, das Sie nie vergessen werden.
Ihr Robert Ertel
*Nach der Fraunhofer-Studie mit diffusem Licht.